Germanizacja nazw miejscowości w powiecie ełckim

  1. Dorota Morawiecka-Gąsiorowska

Abstract

Germanisierung der Ortsnamen im Kreis Lyck

 

Das in der Arbeit behandelte Gebiet ist in der Sprach- und Siedlungshinsicht sehr interessant. Am Anfang wurde es durch baltischen Völkern, nachher von Kreuzrittern bewohnt, und im Jahre 1945 befand sich auf dem Gebiet des polnischen Staates. Die Sprachen, welche die Siedler benutzten, spiegelten sich in Ortsnamen wider. Alle Ortsnamen wurden von Kreuzrittern auf deutsch aufgeschrieben (sie trugen mitteldeutsche Merkmale). Der Germanisierungsprozess der Namen verlief in zwei Etappen. Am Anfang wurde das Suffix -en zu allen Namen gegeben (Glinki – Glinken, Golubka – Gollupken). Erst im 20. Jahrhundert, und genau nach dem Ersten Weltkrieg, folgte der gesamte Germanisierungsprozess der Ortsnamen auf diesem Gebiet.

Sie entstanden aus den zwei Einheiten bestehenden Namen (Piętki – Blumental, Olszewo – Frauenfliess); es bilden sich semantische Durchzeichnungen (Jezierowskie – Seedorf), eingeprägte Namen der Herrschaften oder wohlverdiente Personen des Landes: Wilhelmberg, Karlshofen, Waltershöhe. Im Fall der zusammengesetzten Namen ist das erste Glied gewöhnlich Personennamen, das zweite Glied -hof und -tal oder -berg (Mathildenhof). Zu vielen Ortsnamen wurde das Glied Groß, Klein gegeben. Ortsnamen aus der zweiten Etappe der Germanisierung funktionierten in Amtverzeichnissen und auf den Landkarten. Die lokale Bevölkerung benutzte gewöhnlich die alten deutschen Namen, weil sie die neuen ganz einfach nicht kannte.

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Onomastica Slavogermanica

27, 2008

Pages from 189 to 206

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